Rezension: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Was man von hier aus sehen kann, von Mariana Leky ist ein wunderbares, berührendes Buch über das Leben, die Liebe, Freundschaft und Familie.

Die Ich-Erzählerin Luise wächst in einem Dorf im Westerwald auf. Umgeben von Familie und Freunden begleiten wir Luise über mehrere Lebensjahre. Ihre Großmutter Selma spielt in ihrem, aber auch im Leben der Dorfbewohner eine ganz besondere Rolle, denn immer, wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt kurze Zeit danach jemand.

Alle Charaktere in der Geschichte sind auf ihre Art zauberhaft, zuweilen skurril, mit all ihren Eigenheiten sind sie mir ans Herz gewachsen, haben mich so manches Mal schmunzeln oder laut auflachen lassen.
Jenseits von Kitsch und Gefühlsduselei, spielt auch der Tod eine Rolle, auf eine gefühlvolle Art und Weise, die mich am Ende zu Tränen gerührt hat.
Die Autorin schafft es Personen, die nur am Rande auftauchen lebendig und charmant darzustellen, somit wird ein Porträt einer kleinen, liebevollen Gemeinschaft gezeichnet. Und diese steht auch im Mittelpunkt des Buches. Es gibt keine übermäßig spannende Handlung, man sollte sich für dieses wunderbare Buch Zeit nehmen und die Geschichte von Luise geniessen.
Mit seinem Witz und vielen Lebensweisheiten, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben, hat mich das Buch begeistert, und ist für mich persönlich jetzt schon ein Lieblingsbuch, vielleicht sogar das Buch des Jahres.

Autor: Mariana Leky
Erscheinungstag: 18. Juli 2017
Verlag: DUMONT Buchverlag (Hardcover)
ISBN 978-3-8321-9839-8

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